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Hohe Auszeichnung: Urs Jenal zum EMBO-Mitglied ernannt
Der Molekularbiologe Prof. Urs Jenal vom Biozentrum der Universität Basel ist von der renommierten Europäischen Organisation für Molekularbiologie (EMBO) zum neuen Mitglied gewählt worden. Die lebenslange Mitgliedschaft gilt als Auszeichnung für seine herausragenden Forschungsleistungen und würdigt sein Engagement für wissenschaftliche Exzellenz.
Die europäische Wissenschaftsorganisation EMBO fördert die Forschung in den Lebenswissenschaften sowie den nationalen und internationalen wissenschaftlichen Austausch. Die EMBO nimmt jedes Jahr neue Mitglieder in ihre Reihen auf und würdigt mit der Vergabe einer lebenslangen Mitgliedschaft deren exzellente Forschungsleistungen. In diesem Jahr wurden 55 Wissenschaftler aus elf europäischen Ländern, sowie aus Israel, Süd Korea, Argentinien, Australien und den USA ausgewählt. Unter den neuen Mitgliedern sind auch fünf Wissenschaftler aus der Schweiz. Mittlerweile zählt die EMBO rund 1550 Forscher, die zu den führenden Wissenschaftlern ihres Fachgebietes gehören. Mit der Wahl von Urs Jenal ist in der 40 jährigen Geschichte des Biozentrums bereits 23 Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen die Ehre als EMBO-Mitglied zuteil geworden.
Die Forschungsgruppe von Urs Jenal befasst sich mit der Aufklärung molekularer Signalwege, die das Wachstum und die Entwicklung von Bakterien regulieren. Die EMBO-Mitgliedschaft würdigt seine wegweisenden Forschungen auf dem Gebiet der Infektionsbiologie. Internationale Beachtung hat die Entdeckung eines Signalweges gefunden, der die Bildung von mikrobiellen Biofilmen koordiniert und zur Entstehung chronischer bakterieller Infektionen beiträgt. Das Verständnis über die Regulation des Signalweges, eröffnet neue Perspektiven in der Entwicklung neuer antibakterieller Wirkstoffe zur Bekämpfung chronischer Infektionen.
Urs Jenal promovierte 1991 an der ETH Zürich absolvierte anschliessend zwei „postdoctoral fellowships“ in Zürich und in Stanford. Im Jahr 1996 begann er seine Forschung als Assistenzprofessor am Biozentrum der Universität Basel. Seit 2002 hält er eine Professur mit den Forschungsschwerpunkten Infektionsbiologie sowie Wachstum & Entwicklung. Am Biozentrum betreut er das „International PhD Program“ und koordiniert den Studienplan für Graduierte in der „Aufbaustufe“.
Das europäische Forschungsnetzwerk wurde 1964 mit dem Ziel gegründet, die Biowissenschaften in Europa zu fördern. Die EMBO wählt jedes Jahr neue Mitglieder aufgrund ausserordentlicher wissenschaftlicher Leistungen und unterstützt die Karriere der Forschenden. „Unsere Mitglieder sind die Basis für das exzellente internationale Ansehen der EMBO. Wir heissen die Gruppe aussergewöhnlicher Wissenschaftler herzlich willkommen und freuen uns auf ihre neuen Ideen und frischen Impulse“. Mit diesen Worten begrüsste EMBO-Direktorin Maria Leptin die neugewählten Mitglieder.
Kontakt: Kommunikation, Katrin Bühler

