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Aukera

mTORC1 ist ein zentraler Schalter, der das Wachstum und den Metabolismus von Zellen reguliert. Seine Fehlfunktion ist unter anderem für die Entstehung der Tuberösen Sklerose verantwortlich, einer Erbkrankheit, die Tumoren in verschiedensten Organsystemen einhergeht. Ziel der nun von Innosuisse geförderten Machbarkeitsstudie am Biozentrum ist es, neue Wirkstoffkandidaten zur Hemmung von mTORC1 zu finden, um Tuberösen Sklerose und weitere mTORC1-assoziierte Erkrankungen zu behandeln.

Der mTORC1 (mammalian Target of Rapamycin-Complex 1) steuert das Zellwachstum und den Zellmetabolismus. Eine gestörte Funktion kann zu einer Vielzahl von Erkrankungen wie Krebs, Epilepsie, Diabetes sowie Autoimmunerkrankungen und altersbedingten Pathologien führen. Auch die Tuberöse Sklerose geht auf eine veränderte mTORC1 Funktion zurück, deren Ursache ein genetischer Defekt ist. Bei der Krankheit handelt sich um eine erblich bedingte Tumorerkrankung, die bereits im frühen Kindesalter auftritt und mit Tumoren in verschiedenen Organsystemen, Hautveränderungen sowie epileptischen Anfällen und kognitiven Einschränkungen einhergeht.

Die Behandlung mit aktuellen mTORC1-Inhibitoren sind für Betroffene derzeit nicht zufriedenstellend, da die Wirkstoffe nur eingeschränkt wirksam sind. Das verhindert deren Einsatz in einem breiten Wirkungsbereich. Die Forscher möchten nun nach geeigneten Wirkstoffkandidaten suchen, die auf eine neue Art nur mTORC1 hemmen. Der vielversprechendste Kandidat soll in einer späteren Phase dann zu einem Medikament zur Behandlung der Tuberösen Sklerose und anderen mit mTORC1-zusammenhängenden Erkrankungen weiterentwickelt werden.

Die beiden Projektleiter Dr. Stefan Imseng und Dr. Asier González haben mit ihrem Projekt «Entwicklung eines Wirkstoffkandidaten für die spezifische mTORC1-Hemmung» den Schritt ins Unternehmertum gewagt. Die Schweizerische Innovationsagentur Innosuisse finanziert das Projekt bis 2020. Wissenschaftlich unterstützt werden die Forscher von Prof. Timm Maier und Prof. Michael N. Hall. Die gewonnenen Erkenntnisse werden die Grundlage für die Gründung eines Spin-offs sein, welches den Rahmen schafft, um vielversprechende Wirkstoffkandidaten für klinische Studien und gegebenenfalls für den Markt weiterzuentwickeln.