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22. April 2021

«ERC Advanced Grant» für Silvia Arber

Heute gab der Europäische Forschungsrat (ERC) die diesjährigen Preisträger der renommierten «Advanced Grants» bekannt. Unter den Preisträgern ist auch Prof. Silvia Arber, Forschungsgruppenleiterin am Biozentrum der Universität Basel und am Friedrich-Miescher-Institut. In ihrem vom ERC geförderten Projekt untersucht die Neurobiologin, wie Nervenzellen des Hirnstamms im motorischen System interagieren und so die Bewegungen des Körpers steuern.

Prof. Silvia Arber has received an ERC Advanced Grant.

Mit der Vergabe der «Advanced Grants» unterstützt der ERC bereits etablierte und herausragende Forschende bei der Durchführung eines bahnbrechenden und risikoreichen Projektes. Wie alle ERC Grants, ist diese Förderung sehr begehrt und hoch kompetitiv: In diesem Jahr werden von den 746 im Bereich Life Sciences eingereichten Forschungsanträgen insgesamt 62 (8%) Projekte gefördert, sieben davon in den Neurowissenschaften.

Silvia Arber ist Expertin auf dem Gebiet der Motorik und erforscht die neuronalen Netzwerke, welche unsere Bewegungen steuern. Ihre Forschung trägt wesentlich zu einem besseren Verständnis des Zusammenspiels von Gehirn, Rückenmark und Muskeln bei und erlaubt die Zuordnung bestimmter Bewegungsmuster zu spezifischen neuronalen Schaltkreisen. Es ist bereits das dritte Mal, dass Silvia Arber mit einem ERC Grant ausgezeichnet wird. Seit der Einführung des Förderprogramms im Jahr 2007 haben insgesamt 17 Wissenschaftler des Biozentrums einen ERC Grant erhalten.

ERC-Projekt «InterAct»
In ihrem mit 2.5 Millionen Euro geförderten Projekt mit dem Titel «InterAct» erforscht Silvia Arber und ihr Team Nervenzellen im Hirnstamm. Diese Hirnregion ist eine wichtige Schaltzentrale zwischen den übergeordneten Zentren zur Bewegungsplanung im Gehirn und den ausführenden Netzwerken im Rückenmark. In früheren Studien konnte die Gruppe von Arber verschiedene Populationen von Nervenzellen im Hirnstamm identifizieren, die bestimmte Bewegungsmuster kontrollieren. Dazu gehören neuronale Netzwerke, die unterschiedlichste Arten von Bewegungen steuern, wie etwa das Gehen, das den gesamten Körper miteinbezieht, oder die Feinmotorik von Armen und Fingern für das präzise Greifen nach Objekten.

Aufbauend darauf werden die Forschenden in ihrem Projekt nun der Frage nachgehen, wie das Nervensystem gezielt Neuronen im Hirnstamme ansteuert und so unsere Bewegungen kontrolliert. Zudem möchten die Wissenschaftler aufklären, wie die neuronalen Netzwerke im Hirnstamm mit dem restlichen motorischen System verschaltet sind und miteinander interagieren. Dadurch wollen sie Prinzipien aufdecken, wie das Nervensystem verschiedene Bewegungsabläufe ausführt und lernt. Die Erkenntnisse liefern wichtige Grundlagen für die Behandlung von Bewegungsstörungen und Verletzungen des Nervensystems.

ERC Medienmitteilung

Kontakt: Kommunikation