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25. März 2015

Hochrangiger Forschungspreis für Michael N. Hall

Die fünf Gewinner des diesjährigen «Canada Gairdner International Award» wurden am 25. März 2015 verkündet. Einer der Preisträger ist Prof. Michael N. Hall vom Biozentrum der Universität Basel. Die Auszeichnung würdigt seine Entdeckung der Proteinkinase TOR -Target of Rapamycin – und dessen Rolle als zentrales Steuerungselement des Zellwachstums. Mit der Verleihung ehrt die Gairdner-Stiftung jedes Jahr Forscher für ihre wegweisenden Entdeckungen in den medizinischen Wissenschaften.

Prof. Michael Hall, Gewinner des Canada Gairdner International Award 2015.

Die Serie an Erfolgen reisst für Michael N. Hall, Professor für Biochemie am Biozentrum der Universität Basel, nicht ab. Bereits im Jahr 2009 erhielt er den Louis-Jeantet-Preis, die renommierteste europäische Auszeichnung im Bereich der Medizinwissenschaften. Nur drei Jahre später wurde er mit einem der höchsten Schweizer Preise, dem Marcel-Benoist-Preis, ausgezeichnet. Mit der Verleihung des “Oscars of Science” – dem Breakthrough Prize in Life Sciences -im vergangenen Jahr, erhielt er weltweite Anerkennung für seine grundlegenden Entdeckungen auf dem Gebiet der Zellbiologie. Nun kann er auch den «Canada Gairdner International Award», einen der wichtigsten internationalen Wissenschaftspreise, in seine beachtliche Anzahl an Auszeichnungen einreihen. In diesem Jahr würdigt die Gairdner-Stiftung mit diesem Preis fünf Wissenschaftler für ihre bedeutenden medizinischen Entdeckungen. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von umgerechnet etwa 75.000 Schweizer Franken verbunden.

Biomedizinische Forschung auf höchstem Niveau

Seit bald dreissig Jahren forscht Michael N. Hall am Biozentrum. Hier hat er auch die Proteinkinase TOR – Target of Rapamycin – entdeckt. „Begonnen hat alles damit, dass wir das Molekül gefunden hatten, gegen das sich das Immunsuppressivum und Krebsmedikament Rapamycin richtet“, beschreibt Hall die Anfänge seiner Forschung. „Unerwarteterweise stellte sich dann heraus, dass es sich bei der Proteinkinase um einen zentralen Spieler handelt, der über verschiedene Wege das Zellwachstum steuert.“ Die Entdeckung von TOR, so zeigte sich, war nicht nur für die Grundlagenforschung ein grosser Meilenstein, sondern auch von klinischer Relevanz. „TOR steht mit Prozessen des Alterns in Verbindung sowie einer Reihe von Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten“, sagt Hall „Ich persönlich bin sehr gespannt, ob die neu entwickelten TOR-Inhibitoren wirksam sind und Krebspatienten damit einmal besser behandelt werden können.“

Feierlichkeiten zur Preisverleihung

Mit dem Preis der Gairdner Foundation erhält Hall ein weiteres Mal eine der höchsten Anerkennungen für seine exzellenten und umfangreichen Forschungsarbeiten, von der Entdeckung über die Aufklärung der Bedeutung von TOR für das Zellwachstum und den Stoffwechsel bis hin zur Beantwortung medizinischer Fragestellungen. „Für einen Wissenschaftler gibt es keine grössere Belohnung, als die Anerkennung durch seine Kollegen – so wie jetzt mit dem Gairdner-Preis“, sagt Hall sichtlich erfreut über die Auszeichnung. Die feierliche Übergabe des Preises erfolgt am 29. Oktober 2015 bei einem Festakt in Toronto, Kanada.

Der Forschungspreis

Der Canada Gairdner Award wurde im Jahr 1959 ins Leben gerufen und soll die Leistungen von Forschern würdigen, die mit ihren Arbeiten massgeblich dazu beigetragen haben, die Lebensqualität zu verbessern. Der Preis wird jährlich verliehen, dabei erfolgt die Auswahl der Gewinner durch ein international besetztes Gremium. Der Preis wurde in seiner Geschichte bereits an zwei Forscher des Biozentrums verliehen: 1987 an Prof. em. Walter Gehring, 1998 an Prof. em. Gottfried Schatz.

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Link: Gairdner-Stiftung

Kontakt: Kommunikation, Katrin Bühler