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22. Januar 2020

Michael Hall erhält den “Frontiers of Knowledge Award”

Die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften verleiht den Sjöberg Preis 2020 gemeinsam an die beiden Wissenschaftler Prof. N. Michael Hall, Biozentrum der Universität Basel, und Prof. David M. Sabatini, Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge, USA. Sie erhalten die internationale Auszeichnung für ihre Entdeckung von mTOR und dessen Rolle bei der Kontrolle von Zellwachstum und Zellstoffwechsel.

Prof. Michael N. Hall, Preisträger des "BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Award".

Wie die BBVA-Stiftung heute bekannt gab, wurden Prof. Michael Hall vom Biozentrum der Universität Basel und Prof. David Sabatini vom MIT, USA, mit dem «Frontiers of Knowledge Award» in der Kategorie Biologie und Biomedizin ausgezeichnet. Die beiden Preisträger entdeckten, dass der mTOR-Signalweg das Zellwachstum zentral steuert und eine wichtige Rolle in Physiologie, Stoffwechsel, Krebs und Alterung spielt.

Erforschung der Regulation des Wachstums gewürdigt
Die Forschungsarbeiten von Hall und Sabatini beleuchten den molekularen Mechanismus, der das Wachstum von Organismen als eine Reaktion auf die Verfügbarkeit von Nährstoffen antreibt. Ihre bahnbrechenden Arbeiten haben zudem auch wichtige klinische Bedeutung und tragen zum Verständnis bei, warum kontrolliertes Fasten oder eine verringerte Kalorienzufuhr die Langlebigkeit fördert, ein Phänomen, das seit dem letzten Jahrhundert bei zahlreichen Arten beobachtet wurde.  

«Die Funktion von mTOR ist die Kontrolle des Zellwachstums», erklärt Hall. «Dabei geht es nicht nur um das Wachstum einer befruchteten  Eizelle bis hin zum vollständigen Organismus, sondern zum Beispiel auch die Muskelzunahme durch Training.»

«mTOR nimmt eine Schlüsselrolle in der Zelle ein, die so wichtig ist, dass Störungen im Signalweg zu vielen verschiedenen Krankheiten führen können. Krebs ist noch offensichtlich, denn dabei handelt es sich um eine Krankheit, die durch übermässiges Zellwachstum entsteht», fährt Hall fort. «Der Wirkstoff Rapamycin, das weiss man schon lange, wirkt krebshemmend, deshalb findet er auch als Krebsmedikament in der Klinik Einsatz. Erst in den letzten 10 oder 15 Jahren stellte sich heraus, dass mTOR auch eine Rolle bei vielen anderen Krankheiten, wie beispielsweise Diabetes oder Fettleibigkeit spielt.

Biographie Michael N. Hall 
Der in Puerto Rico geborene Schweizer promovierte 1981 in der Abteilung für Mikrobiologie und Molekulargenetik der Harvard University. Anschliessend forschte er als Postdoktorand am Pasteur-Institut in Paris und an der University of Californien, San Francisco. 1987 kam er ans Biozentrum der Universität Basel, wo er seit 1992 als Professor für Biochemie tätig ist. Hall hat fast 300 wissenschaftliche Arbeiten verfasst, ist Mitglied des redaktionellen Beirats verschiedener wissenschaftlicher Zeitschriften und erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen.

Zur Auszeichnung «BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Awards»
Die Stiftung BBVA fördert die wissenschaftliche Forschung und kulturelles Schaffens auf höchstem Niveau und setzt einen Schwerpunkt auf die Förderung von Talenten. Die 2008 gegründete Stiftung «BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Awards» würdigt und honoriert einzigartige und herausragende Beiträge aus verschiedenen Bereichen der Naturwissenschaft, Technologie, Sozial- und Geisteswissenschaften, die nachweislich die Grenzen des uns heute Bekannten verschieben, neue Paradigmen aufstellen und neue Wissensgebiete erschliessen.

BBVA FoundationFrontiers of Knowledge Awards

Die News basiert auf der Pressemitteilung der BBVA-Stiftung.

Kontakt: Kommunikation