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Mit bakteriellen Viren antibiotika-tolerante Keime bekämpfen

In unserer Forschung möchten wir von Bakteriophagen lernen, wie man bakterielle Infektionen auch dann bekämpfen kann, wenn Antibiotika unwirksam sind.

Viren, die Bakterien infizieren, sogenannte Bakteriophagen, sind sowohl die vielfältigsten als auch die häufigsten Bewohner unseres Planeten. Über hunderte von Millionen Jahren haben sich Bakteriophagen zu den tödlichsten Feinden der Bakterien entwickelt. Da Antibiotika immer weniger wirksam sind, könnten Bakteriophagen eine Alternative zur klassischen Therapie von bakteriellen Infektionen darstellen.

Chronischen Infektionen ist nur schwer mit Antibiotika beizukommen
Im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen rücken Bakteriophagen zunehmend ins Scheinwerferlicht. Jedoch scheitert die Behandlung chronischer Infektionen oftmals nicht an resistenten Krankheitserregern, sondern an Bakterien, die sich in einem «Schlafzustand» befinden. Diese «Schläfer» wachsen nur sehr langsam und sind daher gegenüber Antibiotika unempfindlich. Unsere Forschung sucht nach Wegen, wie Bakteriophagen dabei helfen könnten, Infektionen mit solchen «schlafenden», antibiotika-toleranten Erregern in den Griff zu bekommen.

Wo Antibiotika versagen, sind Bakteriophagen erfolgreich
Aus Umweltproben isolieren wir Bakteriophagen und charakterisieren sie hinsichtlich ihrer Fähigkeit antibiotika-resistente oder «schlafende» Krankheitserreger abzutöten. Wir verwenden eine breite Palette an Techniken, um die Infektion der Erreger selbst mit Bakteriophagen auf molekularer, zellulären und evolutionärer Ebene zu untersuchen. Unser Ziel ist es, die molekularen Strategien der Bakteriophagen zu verstehen, mit denen sie den Widerstand der «schlafenden» Bakterien überwinden.

Bakteriophagen als Inspiration für Therapie chronischer Infektionen
Wir sind überzeugt, dass die Aufklärung dieser Bakteriophagen-Strategien uns wertvolle Hinweise über bislang unbekannte Achillesfersen antibiotika-resistenter und -toleranter Bakterien liefern wird. Diese Erkenntnisse könnten die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für chronische Infektionen vorantreiben.

Team

Doktoranden/innen

Enea Maffei Biozentrum, Room: 09.Q4

+41 61 207 72 18

enea.maffeiunibasch

Aisylu Shaidullina Biozentrum, Room: 09.Q4

+41 61 207 72 13

aisylu.shaidullinaunibasch

Masterstudenten/innen

Yannik Noel Heyer Biozentrum, Room: 09.Q4

+41 61 207 72 10

yannik.heyerunibasch