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Testimonial Tim Arni

EPFL Lausanne, Schweiz, Forschungsgruppe Sebastian Hiller

Woher kommst du und was studierst du?
Ich bin in der Nähe von Bern aufgewachsen. Dass ich ein MINT-Fach studieren werde, war klar und auch, dass ich unbedingt in einer anderen Stadt studieren wollte, einfach um mal was Neues kennenzulernen. So ist es Life Sciences Engineering an der EPFL in Lausanne geworden.  

Warum hast du dich für den Research Summer am Biozentrum beworben?
Der Schwerpunkt meines Studiums liegt auf Mathematik, Physik und dem Programmieren. Wir schauen sozusagen die Zelle aus dem Blickwinkel eines Ingenieurs an und so wollte ich einfach noch etwas stärker in die Biologie eintauchen. Ich fand es super, dass das Praktikum nicht wie andernorts nur vier Wochen dauert und somit im Flug vorbei ist, und schliesslich hat mich auch Basel als weitere neue Stadt gelockt (lacht). 

Warum hast du die Forschungsgruppe von Sebastian Hiller gewählt? 
Die Gruppe arbeitet mit der Kernspinresonanzspektroskopie. Das ist eine total spannende Technologie sowohl aus physikalischer Sicht, als auch in ihrer Anwendung in der Biologie, da man auf atomarer Ebene erforschen kann, wie das Leben funktioniert. 

An was arbeitest du?
Ich arbeite an einem Projekt meines Betreuers Guillaume Mas mit. Er erforscht sogenannte Chaperone. Das sind Proteine, die anderen Proteinen helfen, die richtige Form anzunehmen, denn ein Protein funktionieren erst, wenn es die richtige 3D-Struktur hat. Damit wir die Chaperone untersuchen können, müssen wir sie in eine genügend reine Form mit hoher Konzentration bringen. Unsere Messungen werte ich dann am Computer aus.   

Wie ist es in einer Forschungsgruppe mitzuarbeiten?
Ich finde es sehr interessant. In meinem Studium hatte ich bisher nur eine kurze Einführung in die Laborarbeit, aber das ist natürlich kein Vergleich zu acht Wochen lang richtig im Labor zu forschen. Und ich habe nicht nur mehr über Biologie und das eine oder andere handwerkliche, wie das Extrahieren von Proteinen gelernt, sondern auch, wie Forschung insgesamt funktioniert. 

Hast du Kontakt zu den anderen Teilnehmern? 
Ja klar. Für uns wurden verschiedene Anlässen organisiert und es ist toll, dort auch auf Gleichaltrige, die ähnliches erleben, zu treffen. Aber auch schon vor dem Programmstart haben wir die Handynummern der anderen gekriegt und uns zum Mittagessen verabredet.  

Würdest du das Programm weiterempfehlen?
Auf alle Fälle, vor allem auch, weil das Programm wirklich auf Leute im zweiten Studienjahr ausgerichtet ist. Es war nicht, wie man sich vorstellt, so ein klassisches Praktikum, wo man jeden Tag immer ein bisschen das Gleiche macht. Ich durfte hier wirklich von Anfang bis Ende ganz Vieles machen und mein Betreuer hat die täglichen To-Do’s auf mich und auf das, was ich schon kann, zugeschnitten.