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Testimonial Nina Beutling

Universität Basel, Forschungsgruppe Attila Becskei


Warum hast du dich für den Research Summer beworben?

Das Biologiestudium ist meine Zweitausbildung. Ich bin Primarlehrerin und arbeite auch neben dem Studium als solche. Obwohl ich sehr gerne studiere, war für mich von Anfang an auch der ganz praktische Aspekt, in welchem Beruf ich später arbeiten möchte, sehr wichtig. Ich wollte deshalb möglichst früh ein Praktikum machen, um herauszufinden, wohin die Reise gehen soll. Für ein Praktikum in der Industrie musst du meist schon Erfahrung mitbringen. Hier stimmen sie deine Aufgaben individuell auf deinen Wissensstand ab. Das ist echt super. 

Woran arbeitest du und was hast du gelernt?
Ich arbeite in der Gruppe von Attila Becskei im Bereich Computational & Systems Biology. Wir untersuchen den Abbau von RNA und wie sich dieser bei unterschiedlichen Bedingungen verändert.

Was hast du dabei gelernt?
Zum einen simples Pipettieren, zum anderen ganz viele Techniken. Die quantitative PCR, zum Beispiel, kannte ich zwar aus der Vorlesung, hatte aber noch nie wirklich gesehen, wie sie funktioniert. Dann vor allem auch mit RNA zu arbeiten. Eine RNA ist viel anfälliger als eine DNA oder andere Moleküle. Und wenn man dann schliesslich ein fehlerfreies Resultat vorliegen hat, geht es zur Auswertung an den Computer. Für mich war das am Anfang schon alles ein Riesending. Alles war neu, vom handwerklichen bis zur Theorie. Eine coole Erfahrung war, dass der Doktorand mit dem ich zusammenarbeite, zwar einen viel breiteren Background hat, bei einem neuen Projekt wie dem unsrigen aber ganz ähnliche Fragen stellt wie ich.

Hat die Corona-Pandemie dein Praktikum irgendwie beeinträchtigt?
Ja, insofern als dass mein Betreuer in Ungarn feststeckte und somit kurzfristig andere übernehmen mussten. Im Labor ist Maskenpflicht und natürlich konnte das Programm mit Vorträgen und Anlässen nicht wie geplant stattfinden, zumal wir wegen Corona nur gerade mal vier Teilnehmer sind. Das Symposium machen wir nun per Zoom. Jeder von uns präsentiert dort in zehn Minuten sein Projekt und dann gehen wir alle zusammen inklusive Betreuer und Professoren zum Abschluss noch essen. 

Ist, obwohl ihr nur gerade mal vier seid, trotzdem so eine Art Gruppengefühl entstanden?
Vielleicht war das dadurch sogar noch einfacher. Wir hatten sehr schnell unsere gut funktionierende WhatsApp Gruppe und uns zum Mittagessen und zum Rheinschwimmen verabredet. Bei zwanzig Teilnehmern ist das wahrscheinlich schwieriger. 

Was hat dir am Research Summer besonders gut gefallen?
Kontakte zu knüpfen und mit Leuten zu sprechen, die zwar etwas Ähnliches machen, aber ganz andere Geschichten und andere Ideen für die Zukunft haben. Zwar hatte ich mir erhofft, dass sich für mich eine Richtung abzeichnet. Aber das Gegenteil ist der Fall. Jetzt haben sich noch mehr Perspektiven aufgetan als zuvor (lacht). Aber eines ist klar: Ich möchte unbedingt in dem tollen Biozentrum Neubau die Blockkurse machen, von denen alle sprechen.