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30. Juni 2026

Sebastian Hiller wird EMBO-Mitglied

Die renommierte Europäische Organisation für Molekularbiologie (EMBO) hat Prof. Sebastian Hiller vom Biozentrum der Universität Basel in ihre Reihen aufgenommen. Mit der lebenslangen Mitgliedschaft würdigt die EMBO herausragende Forschungsleistungen sowie das Engagement für wissenschaftliche Exzellenz.

[Translate to Deutsch:] Portrait photo of Prof. Sebastian Hiller.

Neu gewähltes EMBO-Mitglied: Prof. Sebastian Hiller.

Die EMBO hat am 30. Juni 2026 die Wahl von Prof. Sebastian Hiller, Forschungsgruppenleiter am Biozentrum der Universität Basel, zum neuen Mitglied bekannt gegeben. Insgesamt wurden dieses Jahr 71 Forschende aus 23 Ländern ausgewählt, der EMBO-Gemeinschaft mit nunmehr über 2100 Mitgliedern beizutreten. Vom Biozentrum sind seit dessen Gründung mit Sebastian Hiller nun 33 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer EMBO-Mitgliedschaft ausgezeichnet worden.

«Wir heissen die neuen EMBO-Mitglieder und Assoziierten Mitglieder herzlich willkommen. Die Wahl ist eine Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Leistungen und Kreativität. Mit ihren ganz eigenen Sichtweisen und Erfahrungen werden sie das Netzwerk führender Forschender in den Life Sciences bereichern und weiter stärken», sagt EMBO-Direktorin Fiona Watt.

«Teil der EMBO-Gemeinschaft zu werden, bedeutet mir sehr viel. Die Mitgliedschaft ist nicht nur eine persönliche Anerkennung, sondern würdigt auch die herausragende Arbeit meines Teams», sagt Hiller. «Ich freue mich darauf, mich in den kommenden Jahren aktiv in die EMBO einzubringen.» Die neuen Mitglieder werden in der nächsten Mitgliederversammlung vom 30. September bis 2. Oktober in Heidelberg offiziell willkommen geheissen.

Forschung und Karriere

In seiner Forschung beschäftigt sich Sebastian Hiller mit der der Struktur, Dynamik und Funktionsweise von Proteinen. Mithilfe der Kernspinresonanz-Spektroskopie (NMR) konnte er die Wirkmechanismen neuartiger Antibiotika entschlüsseln und unter anderem aufklären, wie Proteine miteinander interagieren oder in Zellmembranen eingebaut werden. Im Laufe seiner Karriere erhielt Hiller bereits einige bedeutende Auszeichnungen, so wurde er erst kürzlich in die Wissenschaftsakademie Leopoldina aufgenommen.

Sebastian Hiller studierte Interdisziplinäre Naturwissenschaften an der ETH Zürich und der University of Cambridge und promovierte anschliessend bei Nobelpreisträger Kurt Wüthrich. Nach Forschungsaufenthalten an der Harvard Medical School und der ETH Zürich kam er 2010 mit einer SNF-Förderprofessur ans Biozentrum der Universität Basel, wo er heute als ordentlicher Professor für Strukturbiologie tätig ist.

Die EMBO

Das europäische Forschungsnetzwerk wurde 1964 gegründet, um die Biowissenschaften in Europa zu fördern. Jedes Jahr nimmt EMBO neue Forschende in ihren Kreis auf und würdigt ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen mit einer lebenslangen Mitgliedschaft. Die Mitglieder sind aktiv in die Initiativen der Organisation eingebunden. 

Mit Stipendien, Workshops, Konferenzen und wissenschaftlichen Zeitschriften unterstützt die EMBO Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf allen Karrierestufen, stärkt die internationale Zusammenarbeit und trägt zur Gestaltung der Forschungs- und Wissenschaftspolitik bei.


Kontakt: Kommunikation; Katrin Bühler