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Technology Ventures

Die molekulare und biomedizinische Grundlagenforschung am Biozentrum hat primär das Ziel, sich zentralen Fragen rund um die kleinste Einheit des Lebens, die Zelle, sowie den lebensnotwendigen Prozessen zu nähern – unabhängig von einer unmittelbaren praktischen Anwendung. Dennoch, oder gerade deshalb, führt sie immer wieder zu unerwarteten Lösungen für komplexe wissenschaftliche Probleme und schliesslich zu Erkenntnissen, die sich für innovative Produkte oder Technologien einsetzen lassen. 

In der Regel erfolgt die Entwicklung eines marktreifen Produktes durch einen Firmenpartner oder durch engagierte und unternehmerisch denkende Forschende, welche ihr Produkt selbst via eine Spin-off Firma auf den Markt bringen möchten. Das Biozentrum unterstützt ihre Forscher durch gezielte Informations- und Förderungspolitik, erfolgsversprechende Resultate und Technologien im Sinne einer verbesserten Wertschöpfung zu patentieren und lizensieren zu lassen bzw. als Grundlagen für mögliche Firmenausgründungen in Betracht zu ziehen.  Mit der aktiven Unterstützung bei der Umsetzung von Spin-off-Projekten leistet das Biozentrum einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskraft des Denk- und Werkplatzes Schweiz.

T3 Pharmaceuticals AG
Dr. Simon Ittig, Dr. Christoph Kasper und Dr. Marlise Amstutz haben sich im Jahr 2015 mit der Firma T3 Pharmaceuticals selbstständig gemacht. Dieses Biozentrum Spin-off ist aus einem KTI-geförderten Projekt hervorgegangen. Die Jungunternehmer haben eine einfache und schnelle Methode entwickelt, bei der mithilfe eines bakteriellen Injektionsapparates verschiedenste Proteine gezielt in eukaryotische Zellen eingebracht werden können. T3 Pharmaceuticals entwickelt diese Technologie nun zur Anwendung in der Krebstherapie. Weblink

Aukera Therapeutics GmbH
Aukera Therapeutics wurde 2021 von Dr. Stefan Imseng und Dr. Dritan Liko auf der Grundlage einer von der Innosuisse finanzierten Machbarkeitsstudie gegründet. Das Spin-off des Biozentrums verfügt über eine bahnbrechende Expertise zur Entwicklung neuer Therapien für Patienten, die an mTOR-bedingten Erkrankungen, wie Tuberöse Sklerose, eine Erbkrankheit, die mit Tumoren in verschiedenen Organsystemen einhergeht, leiden. Aukera’s Forschung ermöglicht die Entwicklung neuer Klassen von Arzneimitteln, die selektiv auf verschiedene Zweige des mTOR-Signalwegs abzielen.

ARTIDIS AG
Die ARTIDIS AG wurde 2014 von Dr. Marko Loparic, Dr. Marija Plodinec und Prof. Roderick Lim gemeinsam mit der Firma Nanosurf AG gegründet. Die Forscher haben im Rahmen eines KTI-geförderten Projektes eine neuartige Technologie – ARTIDIS – zur Gewebediagnostik entwickelt. ARTIDIS steht für „Automated Reliable Tissue Diagnostics“. Diese Nanotechnologie, die zur Verbesserung der Krebsdiagnostik und -prognose sowie zur Entwicklung massgeschneiderten Therapien beiträgt, wird nun durch die ARTIDIS AG weiterentwickelt und zur Marktreife gebracht. Weblink

Santhera Pharmaceuticals Holding AG
Im Jahr 2000 gründete Dr. Thomas Meier mit MyoContract das erste Spin-off am Biozentrum der Universität Basel. Aus einer Firmenfusion ging daraus die heutige Santhera Pharmaceuticals AG hervor, der Herr Meier von 2004 bis Ende 2019 als CSO und von 2011 bis 2019 auch als CEO vorstand. Das Pharmaunternehmen hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer Arzneimittel für die Behandlung von Patienten mit seltenen Krankheiten spezialisiert. Weblink

SEAL Therapeutics AG
SEAL Therapeutics wurde Ende 2021 von Prof. Markus Rüegg und Dr. Judith Reinhard vom Biozentrum und Dr. Thomas Meier, ehemaliger CEO von Santhera Pharmaceuticals, gegründet. Das Unternehmen entwickelt ihre innovative SEAL-Technologie – einen gentherapeutischen Ansatz zur Behandlung von Patienten mit Laminin-α2 defizienter kongenitaler Muskeldystrophie (LAMA2 MD). Für die klinische Entwicklung und Zulassung der Therapie möchte SEAL Therapeutics einen qualifizierten Pharmapartner mit Erfahrung in fortgeschrittenen Gentherapie-Technologien gewinnen, mit dem Ziel, diesen innovativen Therapieansatz für LAMA2 MD-Patienten sowie deren Familien verfügbar zu machen. Weblink