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Februar 2017

Neubau

Biozentrum erhält einen 73-Meter-Forschungsturm

© ilg santer architekten

2019 erhält das Biozentrum ein neues Zuhause –einen Turm aus Chromstahl und Glas mit grosser städtebaulicher Ausstrahlung. 600 Forschende und 800 Studierende wird er beherbergen. Doch nicht nur seine Höhe, sondern auch die moderne Infrastruktur sowie die zahlreichen Begegnungsorte für den wissenschaftlichen Austausch zeichnen den 328 Millionen CHF teuren Neubau aus.

Am 1. Oktober 1971 wurde das heutige Biozentrum aus der Hand des Architekten Martin H. Burckhardt eröffnet. Der Bau war das Wahrzeichen der Stadt für innovative universitäre Grundlagenforschung. Ein neues Wahrzeichen – ein 73-Meter-Forschungsturm – wird den Vorgänger ab 2017 ersetzen. Gründe dafür gibt es zahlreiche: Das rund 40-jährige Gebäude ist stark renovationsbedürftig und kann nicht unter Betrieb saniert werden. Zudem hat sich die Art, wie heute geforscht wird und damit die Anforderungen an die Infrastruktur stark verändert. Und nicht zuletzt mangelt es an ausreichend Vorlesungssälen.

Life Sciences Campus

Der Biozentrum Neubau ist jedoch nur der erste Baustein auf dem Weg hin zu einem Life Sciences Campus der Universität Basel. Bis 2029 entstehen auf dem Campus Schällemätteli  in unmittelbarer Nähe zum Universitätsspital  weitere Neubauten für die Departemente Biomedizin, Physik und Chemie sowie das Department of Biosystems Science and Engineering (D-BSSE) der ETH Zürich. Die Konzentration der heute über die Stadt verteilten 40 Standorte an einem Ort optimiert die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre, fördert den Gedankenaustausch in den Life Sciences und begünstigt Kooperationen mit Industrie und Jungunternehmen in der Region Basel. Für die Universität Basel sind die Life Sciences ein bedeutender thematischer Schwerpunkt sowohl im Hinblick auf die Forschungstätigkeit und internationale Ausstrahlung als auch auf den Studienbereich, denn er liefert Nachwuchskräfte für die regionale Life Sciences Industrie. Diese ist der wichtigste Arbeitsgeber der Region mit einer hohen Wachstumsrate und einer regionalen Wertschöpfung von 20 Prozent.

Neubau Biozentrum

28 Teams hatten sich am Architekturwettbewerb beteiligt. Die Zürcher Andreas Ilg und Marcel Santer gingen 2010 als Sieger daraus hervor. 19 Etagen – 16 Ober- und drei Untergeschosse – wird der Biozentrum Turm zählen und auf seinen 23‘400 m2 Nutzfläche 600 Forschenden und 800 Studierenden Platz bieten.  40 Prozent des gesamten Volumens werden unter dem Boden liegen. Umgeben wird der Biozentrum Turm von einem grossen, frei zugänglichen Platz, der mit seinen Sitzgelegenheiten, Wasserspielen und Kunstinterventionen einen Begegnungsort für den gesamten  Campus entstehen lässt. 

Nebst dem Biozentrum werden im Neubau auch das Universitätsrechenzentrum, Hörsäle und eine öffentliche Cafeteria untergebracht. Zehn Etagen stehen der Forschung zur Verfügung. Sie bieten Platz für je vier Arbeitsgruppen. Jeweils zwei Etagen werden intern mit einer offenen Treppe und einer Begegnungszone für den wissenschaftlichen Austausch miteinander verbunden. Die Begegnung der Wissenschaftler und der interdisziplinäre und informelle Austausch werden aber auch durch die über die Etagen verteilten und gemeinsam genutzten Technologieplattformen gefördert. Hochkomplex war  die Planung der unterirdischen Räume, denn hier werden unter anderem eine Anzahl sensibler wissenschaftlicher Einrichtungen, wie das Zentrum für zelluläre Mikroskopie und Nanoanalyse (C-CINA) oder die Kernspinresonanzspektroskopie angesiedelt.  

Bauarbeiten

Für die Universität Basel sowie die Bauherrschaft – die Trägerkantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt  – ist der Biozentrum Neubau mit einem Finanzierungsbedarf von 328 Millionen Franken eines der grössten Hochbauprojekte in ihrer Geschichte. Der Baubeginn erfolgte im August 2013. Bis im Mai 2014 wurde die riesige, 12 Meter tiefe Baugrube ausgehoben und für den Bau vorbereitet. Bis August 2016 wurden dann der Rohbau und die Fassade hochgezogen. Nach der Fertigstellung des Innenausbaus in 2018 wird die Inbetriebsetzung des Gebäudes getestet. Der Umzug erfolgt im 2019.