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State-of-the-art Infrastruktur für zukunftsweisende Forschung am Biozentrum

Das Biozentrum erhält ein neues Zuhause, um seine Spitzenforschung weiterhin auf höchstem Niveau voranzutreiben.  Es wird 600 Forschende aus aller Welt und zahlreiche hochsensible wissenschaftliche Gerätschaften beherbergen. Für die Universität insgesamt werden zusätzliche Hörsaalkapazitäten für 800 Studierende geschaffen.

Schon sein Vorgänger war seinerzeit ein Wahrzeichen für innovative universitäre Grundlagenforschung. Am 1. Oktober 1971 wurde das alte Biozentrum eröffnet. Ein neues Wahrzeichen – ein state-of-the-art Forschungsturm – wird nun den Vorgänger ersetzen. Gründe dafür gibt es zahlreiche: Das fast 50-jährige Gebäude ist stark renovationsbedürftig, entspricht in keiner Weise den heutigen Minergie-Standards und kann nicht unter Betrieb saniert werden Zudem haben sich die Art, wie heute geforscht wird und damit die Anforderungen an die Infrastruktur stark verändert.  Damit das Biozentrum seine 50-jährige Erfolgsgeschichte weiterschreiben und im globalen akademischen Wettbewerb fortbestehen kann, braucht es ein neues Zuhause mit modernster Infrastruktur.

Neubau Biozentrum
19 Etagen – 16 Ober- und drei Untergeschosse – zählt der Biozentrum Turm. Auf seinen 23‘400 m2 Nutzfläche wird er 600 Forschenden und 800 Studierenden Platz bieten.  40 Prozent des gesamten Volumens liegen unter dem Boden.

Zehn Etagen stehen der Forschung zur Verfügung. Jede Etage bieten Platz für je vier Arbeitsgruppen. Jeweils zwei Etagen sind intern mit einer offenen Treppe und einer Begegnungszone für den wissenschaftlichen Austausch miteinander verbunden, denn gerade im Kontext interdisziplinärer Forschung, wie am Biozentrum, entstehen innovative Ideen häufig im zufälligen Gespräch. Auch die gemeinsam genutzten Technologieplattformen wurden über die Etagen verteilt, um Begegnungen und derninformellen Austausch zu fördern.

Hochkomplex ist die Einrichtung eben dieser Technologieplattformen von der Imaging Core Facility über Einrichtungen mit äusserst sensiblen wissenschaftlichen Gerätschaften, wie das Zentrum für zelluläre Mikroskopie und Nanoanalyse (C-CINA) oder die Kernspinresonanzspektroskopie bis hin zu Speziallaboren für verschiedene Gefahrenstufen. Sie alle stellen hohe und zum Teil sehr unterschiedliche Anforderungen an Temperatur, Lüftung, Druckverhältnisse, Raumklima, Schwingungsfreiheit, Biosicherheit und vielem mehr. Gebäudetechnisch ist diese state-of-the-art Infrastruktur die grösste Herausforderung.

Nebst dem Biozentrum werden im Neubau auch das Universitätsrechenzentrum, Hörsäle und Seminarräume sowie eine öffentliche Cafeteria untergebracht. Umgeben wird das Biozentrum von einem grossen, frei zugänglichen Platz, der mit seinen Sitzgelegenheiten und Wasserspielen einen Begegnungsort für den gesamten Life Sciences Campus entstehen lässt.

Life Sciences Campus der Universität Basel
Der Biozentrum Neubau ist für die Universität Basel sowie die Bauherrschaft – die Trägerkantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt  – eines der grössten Hochbauprojekte in ihrer Geschichte und der erste Baustein auf dem Weg hin zu einem Life Sciences Campus. Bis 2029 entstehen auf dem Campus Schällemätteli in unmittelbarer Nähe zum Universitätsspital und zum Universitäts Kinderspital weitere Neubauten für die Departemente Biomedizin, Physik und Chemie sowie das Department of Biosystems Science and Engineering (D-BSSE) der ETH Zürich. Die Konzentration der heute über die Stadt verteilten 40 Standorte an einem Ort optimiert die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre, fördert den Gedankenaustausch in den Life Sciences und begünstigt Kooperationen mit Industrie und Jungunternehmen in der Region Basel.

Infrastrukturelle und betriebliche Synergien
Doch nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, sondern auch in Bezug auf Infrastruktur und Betrieb werden Synergien geschaffen. So werden zum Beispiel die Reinräume für die Herstellung von Mikroelektronik- und Body-on-Chip Apparaturen sowie eine Good Manufacturing Practice Facility im D-BSSE oder die Genomics Facility im Biozentrum gemeinschaftlich von beiden Forschungsbetrieben genutzt. Im Weiteren werden sich die drei Neubauten sowie das Pharmazentrum eine Medienstation teilen. Künftig wird zudem die Anlieferung ab Schanzenstrasse in einem Logistiktunnel gebündelt und das Universitätsspital und das Departement Biomedizin unterirdisch miteinander verbunden. Dabei übernimmt der Neubau Biozentrum gewisse Zentrumsfunktionen, so unter anderem bei der Verpflegung, der Energieversorgung zu Spitzenzeiten und der fachgerechten Entsorgung.

Life Sciences Cluster Basel
Gegen 800 Mio. Franken werden auf dem Life Sciences Campus in eine hochmoderne Infrastruktur investiert, um ein optimales Forschungsumfeld für die verschiedenen Gebieten der Life Sciences zu schaffen und diese voranzutreiben.  Denn für die Universität Basel sind die Life Sciences ein bedeutender thematischer Schwerpunkt sowohl im Hinblick auf die Forschungstätigkeit und internationale Ausstrahlung als auch auf den Studienbereich, denn er liefert Nachwuchskräfte für die regionale Life Sciences Industrie. Diese ist mit Novartis und Roche sowie über 600 Life-Sciences und Biotech-Firmen der wichtigste Arbeitgeber der Region mit einer hohen Wachstumsrate und einer regionalen Wertschöpfung von 20 Prozent.